Natürliche Verhütung

SpermienEine der Methoden um festzustellen, ob die Frau gerade ihre fruchtbaren Tage hat, ist die so genannte Billings-Methode, auch Zervixschleim-Methode genannt. Diese Methode gehört zum Bereich der natürlichen Familienplanung und wurde vom Ärzte-Ehepaar Billings entwickelt. Sie beruht auf der Veränderung der Konsistenz der Scheidenflüssigkeit – während die Drüsen des Gebärmutterhalses nach der Menstruation nur wenig Schleim produzieren, nimmt die Produktion im Verlauf immer weiter zu – bis zur Zeit kurz vor dem Eisprung, denn dann weist der Schleim eine zähe Konsistenz auf und die Farbe ist eher trüb bis milchig. Sinn und Zweck dieses „Zustands“ ist seine Aufgabe, die Spermien in dieser Zeit vor dem Eindringen in die Gebärmutter abzuhalten, da diese zu diesem Zeitpunkt nicht auf deren Einnistung vorbereitet ist. Wenn dann jedoch der Eisprung einsetzt verändert sich die Konsistenz des Schleims wieder und er wird wieder dünnflüssiger und zieht feine Fäden – dies kann man feststellen, indem man etwas von diesem Schleim zwischen zwei Fingern verreibt und anschließend die Finger auseinander zieht. Wenn sich die Fäden über mehrere Zentimeter ziehen lassen, dann steht der Eisprung kurz bevor. Gegen Ende der fruchtbaren Tage wird der Schleim dann wieder zäher und trüb, damit er seine Aufgabe als natürliche Barriere wieder aufnehmen kann.

 

Zu den weiteren Methoden in diesem Bereich der natürlichen Familienplanung gehören auch die Temperatur- und die Mittelschmerzmethode – bei der Mittelschmerzmethode orientiert sich die Frau an dem einseitigen Ziehen im Bauch, welches typisch ist für die Ankündigung des Eisprungs. Ihren Namen trägt diese Art der Methode aufgrund der Tatsache, dass sich der Eisprung in der Mitte eines Zyklus ereignet.

 

Die Zeitspanne, in der die Eizelle der Frau nach dem Eisprung von einer Samenzelle des Mannes befruchtet werden kann, beträgt immerhin nur etwa 12 bis 24 Stunden. Da die Spermien jedoch nicht sofort loslegen können, wenn sie sich einmal in der Vagina der Frau befinden empfiehlt es sich, mit dem Geschlechtsverkehr rechtzeitig zu beginnen.

 

Die Temperaturmethode, auch als Basaltemperaturmethode bezeichnet, verlässt sich auf die mit dem Ablauf des Zyklus verbundenen Temperaturschwankungen – das Geschlechtshormon Gestagen, welches nach dem Eisprung gebildet wird, beeinflusst die Wärmeregulation des weiblichen Körpers und veranlasst, dass sich die Temperatur ab diesem Zeitpunkt erhöht und der Zyklus damit in zwei Phasen geteilt wird. Während die Temperatur in der ersten Zyklusphase – also ab dem Zeitpunkt der Menstruation – niedriger ist, fällt sie in der zweiten Hälfte – also ab dem Eisprung bis hin zum Einsetzen der Menstruation – höher aus. Demnach können Frauen anhand dieser Temperaturentwicklungen feststellen, in welcher Phase sie sich gerade befinden. Der beste Zeitpunkt für die Empfängnis ist demnach ein bis zwei Tage vor dem Anstieg der Temperatur bis zu dem Tag, an dem eine Temperatur von ca. 37° C überschritten wird.